Verliebt in Bremen |
IloveOrli

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Es geht um ein Mädchen dass nach Bremen zieht und dort Diego trifft...
Sry, war jetzt keine sooo gute Beschreibung, aba ich hoffe die Story gefällt euch..soo hier ist auch schon das erste Kapitel..
Umzug
„Was hast du gesagt?“ Fassungslos starrte ich meine Mutter an.
„Wir ziehen nach Bremen“, erwiderte diese. Immer noch fassungslos starrte ich sie an. Das konnte nicht ihr Ernst sein. Aber sie sah leider ziemlich ernst aus.
„Sieh mal, Anna. Die Wohnung hier ist doch viel zu klein. Außerdem hast du doch immer gesagt dass du mal nach Bremen willst. Wegen diesem komischen Fußballverein.“
Wütend blickte ich sie an. Glaubte sie wirklich dass sie mich damit bestechen konnte? Klar, nach Bremen wollte ich schon immer, aber doch nicht da wohnen!
„Mum, ich wollte zwar nach Bremen, aber nur ins Weserstadion. Ich will hier wohnen bleiben. Hier habe ich meine Freunde...“
„Genug jetzt!“, unterbrach mich meine Mutter. Es ist schon beschlossene Sache. In zwei Wochen sind wir in Bremen.“
„Ach ja?“, rief ich. „Und wieso fragst du mich nicht? Wieso darf ich da nicht mitreden?“ Ich war kurz vorm Explodieren.
„Ich dachte du würdest dich freuen...“, begann sie, doch ich platze inzwischen fast vor Wut.
„Hör auf!“, schrie ich. „Nie fragst du mich wenn du was beschließt! Und glaubst du wirklich dass ich mich auch nur ein klein bisschen freuen würde, nur weil wir nach Bremen ziehen, wo zufälligerweise mein Lieblingsverein ist? Willst du mich bestechen? Aber bitte, man kann mit mir ja ALLES machen! Ich will, verdammt noch mal hier nicht weg!!! Hier ist meine Heimat. Hier ist mein Platz. Hier sind meine Freunde! Hier habe ich seit meiner Geburt gelebt und du willst mir alles kaputt machen, nur wegen deinem dämlichen Job?“ Ich funkelte sie an.
Meine Mutter schien den Tränen nahe: „Anna, versteh doch. Dieses Angebot konnte ich nicht ausschlagen. Wenn du willst bekommst du auch mal eine Eintrittskarte fürs Weser-Stadion und..."
Jetzt war ich es die sie unterbrach: „Mum, meinetwegen ziehen wir nach Bremen. Aber glaube ja nicht, dass ich da glücklich werde. Ach entschuldige, ich hab vergessen dass dich das gar nicht interessiert!!!“ Zornig stampfte ich die Treppe hinauf in mein Zimmer. Mit einem lauten ’Rumms’ knallte ich die Tür hinter mir zu. Ich warf mich auf mein Bett und vergrub das Gesicht in meinem Kissen. Das konnte nicht wahr sein, das durfte nicht wahr sein! Wieso fragte sie mich nie wenn sie eine Entscheidung traf? Ich war doch schon 17 Jahre alt. Nie erzählte sie mir etwas. Auch hatte sie mir noch nie davon erzählt wo mein Vater war. Immer wenn ich danach fragte bekam ich die Antwort: „Jetzt nicht, Anna.“ Was glaubte die eigentlich wie alt ich war? Fünf? Wütend schlug ich mit der Hand auf mein Kissen. Das war alles so ungerecht. Jetzt kamen mir doch die Tränen. Ich sah mich in meinem Zimmer um. An der Wand hing noch immer meine allererste E-Gitarre. Der Rest der Wand war von Werder -Postern bedeckt. Dort auf meinem Schreibtisch war noch das Mathebuch und auf dem Boden lagen noch ein paar CDs. Alles sah wie immer aus. Aber nichts war wie immer. Ich würde das alles hier verlassen, nur weil meine Mutter ein gutes Angebot als Lehrerin bekommen hatte. Sie dachte immer nur an sich. Was würde wohl Jenny sagen, meine beste Freundin? Seit dem Kindergarten waren wir die besten Freundinnen. Unzertrennlich. In der ersten Klasse hatten wir einen Beste-Freundinnen-Schwur gemacht. Ich musste lächeln. Jenny hatte damals bei mir übernachtet und um Mitternacht hatten wir unseren Schwur gesprochen und mit einem Glas Orangensaft besiegelt. Immer war sie da gewesen, wenn ich traurig war und umgekehrt war ich auch immer für sie dagewesen. Ich griff zum Handy und rief sie an.
„Hallo?“, meldete sie sich.
„Jenny, ich bin’s. Kommst du ins Cafe? Muss dir was erzählen“.
Sie schien schon an meiner Stimme zu hören dass etwas nicht in Ordnung war.
„Ich bin in zehn Minuten da“, versprach sie.
Tatsächlich saß sie sie schon an einem der vielen Tische, als ich ankam. Sie sah sofort dass ich geweint hatte. „Anna!“, rief sie bestürzt und zog mich in ihre Arme. „Was ist denn passiert?“, fragte sie und schaute mich besorgt an. Nur mühsam erzählte ich ihr in wenigen Sätzen die ganze Geschichte. Sie starrte mich entsetzt an. „Du ziehst weg? A-Aber das geht nicht, ich meine Bremen ist doch so weit weg und - sehn wir uns dann überhaupt noch?“ Jetzt fing auch sie an zu weinen und wir umarmten uns noch einmal. Ihre Schultern zitterten und ich fühlte mich als würde mir das Herz bei lebendigen Leibe herausgerissen. Es war einfach so ungerecht. Jenny sah mich mit tränenverschmiertem Gesicht an. So saßen wir die ganze Zeit da und sahen uns an. Wir hatten viel zusammen erlebt. Und all das sollte auf einmal vorbei sein? Wir konnten es nicht fassen. „Ich...ich muss etwas dagegen tun“, flüsterte ich heiser. Jenny nickte gedankenverloren.
Natürlich konnte ich nichts dagegen tun. Die zwei Wochen gingen schnell vorbei. Ich redete mit meiner Mutter nur das Nötigste. In der Schule reagierten alle nicht minder geschockter als ich. Ich verbrachte die ganze Zeit mit Jenny. Und jedes Mal heulten wir wenn wir uns verabschiedeten. Wir wollten die Zeit festhalten aber mit einem Mal war es der 15. September und Umzugstag. Früh um sechs Uhr morgens kamen die Umzugsleute und auf ein Mal war es leer in meinem Zimmer. Leise sagte ich ’Tschüss’ und riss mich zusammen. Nein ich würde nicht weinen, das hatte ich in den letzten Wochen schon genug getan. Doch als ich etwas hilflos Jenny gegenüberstand, die extra wegen mir früher aufgestanden war, konnte ich doch nicht mehr die Tränen zurück halten. Wir fielen uns in die Arme und versprachen uns hoch und heilig, dass wir jeden Tag telefonieren würden. Schon wieder diese dummen Tränen. Energisch wischte ich sie weg. Schweren Herzens stieg ich ins Auto und blickte so lange zurück, bis die Stadt in der ich gelebt hatte, aus meinem Blickfeld verschwand.
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02.09.2007 15:41 |
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Elizabeth Swann

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Wirklich toll geschrieben! schreibst du weiter?
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Le melin,Legolas
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02.09.2007 18:03 |
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OJBBloomy
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bist du wirklich Werder Fan???????? Joah is crass, schreib bidde weiter!!!
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Werder Bremen - Meister der Herzen^^
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02.09.2007 19:13 |
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IloveOrli

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Sry, dass ichs erst jetzt reinstelle aba mein I-net hat versagt..danke für eure Kommis..yep, ich bin Werder-Fan..hier is au schon das 2. Kapitel...
Traurig
„Diiiieeeegoooooo“, schallte es über den Trainingsplatz. „Komm endlich!“
„Jaja“, brummte ich und trabte zu unserem Kapitän Baumi rüber.
„Was ist los?“, wollte ich in beinahe akzentfreiem Deutsch wissen.
Baumi grinste mich an: „Thomas hat uns in zwei Mannschaften aufgeteilt. Du spielst mit mir, Merte, Naldo und Clemens, haste nich zugehört?“
Ich murmelte etwas Unverständliches und stellte mich mit den anderen auf den Platz. Verdammt, wo war meine Konzentration heute? Irgendwie war bei mir, wie man hier in Deutschland ja so schön sagte, der Wurm drin. Der Ball rutschte mir die ganze Zeit von den Füßen und mir gelang kein einziger Pass. Das lag natürlich auch an ihr. Ich seufzte laut. Bruna. Vor einer Woche hatte sie sich mir von mir getrennt. Ihre letzten Worte hallten mir noch immer im Kopf nach: „Unsere Beziehung kann so nicht fortgeführt werden. Du hast nie Zeit für mich. Und wenn wir mal was gemeinsam unternehmen, dann redest du stundenlang über Fußball. So geht das nicht mehr“ Das Schlimme war, sie hatte ja Recht. Sie war nie der große Fußballfan gewesen. Aber ich liebte diesen Sport einfach. Fußball war mein Leben, und sie hatte das gewusst. Aber irgendwie hatten wir dann auseinander gelebt. Sie war nicht die Richtige gewesen. Trotzdem schmerzte der Gedanke an sie immer noch.
„Hey, was ist los?“, Lutscher tauchte neben mir auf. „Du hast heute noch kein einziges Mal den Ball getroffen.“
„Ich weiß“, sagte ich emotionslos und starrte auf meine Fußspitzen.
„Mensch, was ist los? Wenn du so am Samstag spielst, können wir die drei Punkte vergessen. Bitte, was hast du?“ Torsten sah mich an.
„Es...es ist wegen...“, ich schluckte. „Bruna“. Es tat so scheiß weh diesen Namen auszusprechen.
„Hey komm, du hast doch auch immer gesagt dass sie dir manchmal auf den Geist geht.“
„Schon...aber...“, wieder betrachtete ich meine Fußballschuhe.
„Du vermisst sie, stimmt ’s?“, wollte er wissen.
„Hmm“, ich nickte. Mist, jetzt fing ich auch noch an zu heulen. Mühsam unterdrückte ich einen Schluchzer.
„Hey...das wird schon wieder. Glaub mir, irgendwann tut es nicht mehr weh.“ Aufmuntern klopfte er mir auf die Schultern und trabte davon. Ich seufzte wieder. Der hatte gut reden. Ich setzte mich wieder in Bewegung.
Nach dem Training rief mich Thomas zu sich. Auch er wollte wissen was mit mir los sei, aber ich antwortete mit dem üblichen ’Nix’ Misstrauisch sah er mich an, aber sagte nichts mehr. In der Kabine war ich dann alleine, die anderen waren schon gegangen. Seufzend ließ ich mich auf die Bank fallen und vergrub mein Gesicht in den Händen. In letzter Zeit lief alles schief. Jetzt kamen auch schon wieder die verdammten Tränen. Ich ließ sie laufen. Es tat so weh. Warum war sie gegangen. Es fühlte sich an als hätte sie einen Teil von mir mitgenommen. Er lief nur noch teilnahmslos herum, hatte auf nichts mehr Lust und beim Fußball konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Wütend schlug ich mit der Hand auf die Bank. Ah...scheiße tat das weh. Ich bewegte die Hand vorsichtig. Ich schrie auf. Das tat höllisch weh. Wieder stiegen mir Tränen in die Augen. Na toll, ausgerechnet ich.
„Diego? Alles okay?“. Oh nein jetzt stand da Thomas schon wieder.
„Ja“, versuchte ich zu brummen aber es wurde mehr ein Wimmern daraus.
„Bist du dir sicher?“, er sah mich zweifelnd an.
„Nein“, erwiderte ich jetzt schluchzend. „Bruna ist weg und meine Hand tut saumäßig weh.“
„Oje“, Thomas seufzte. „Dann bring ich dich mal zu Götz, der bringt deine Hand wieder in Ordnung. Komm steh auf. Und vom Herumsitzen und rumheulen kommt deine Bruna auch nicht wieder.“
Widerwillig befolgte ich seine Anweisung. Der Arzt mochte ja meine Hand wieder heilen, aber was war mit meinem gebrochenen Herzen?
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von IloveOrli: 04.09.2007 19:29.
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04.09.2007 18:27 |
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OJBBloomy
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oh mein gott wie süß, Diego heult um seine Bruna^^......echt super!!!
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Werder Bremen - Meister der Herzen^^
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04.09.2007 18:33 |
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IloveOrli

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Irgendwie hatte ich grad ein paar Ideen und so is halt des 3. Kap entstanden...freu mich auf eure Kommis..
Autobahngespräche
„Schatz, jetzt sag doch endlich was!“, forderte meine Mutter. Bittend sah sie mich von der Seite an. Ich seufzte. „Mum, du hast mich aus meinem bisherigen Leben einfach so rausgerissen. Du hast bei dem Umzug nur an dich gedacht. Meinst du echt, dass ich dir einfach so mir nichts dir nichts verzeihe?“ Meine Mutter starrte weiter schweigend auf die Autobahn.
„Weißt du“, begann sie auf einmal. „Es war auch nicht einfach für mich. Nicht nur weil ich selber an unserer alten Stadt hänge, sondern auch wegen dir. Ich weiß, dass du liebend gerne da geblieben wärst, aber es ließ sich nicht vermeiden. Die Versuchung einer neuen Verantwortung war einfach zu groß. Das gibt es im Fußball doch auch, oder? Dieser...äh...Kloß oder wie auch immer ist doch auch nach London gegangen weil er eine neue Verantwortung gesucht hat.“
Ich stöhnte: „Mum, Klose heißt der Typ und der ist nach München gegangen. Der, der nach London gegangen ist, war Michael Ballack, aber der hat niemals bei Werder gespielt, sondern bei den Bayern.“, klärte ich sie auf.
„Äh...ist ja auch egal. Ich meine nur: Es tut mir Leid“, sagte sie reuevoll und ich konnte nicht anders, ich musstelächeln. Obwohl ich immer noch traurig und wütend war; ein wenig freute ich mich doch auf Bremen. Bremen, die Stadt in der mein Lieblingsverein spielte. Die Stadt, die man, laut Otto Rehhagel, immer im Herzen tragen würde, die Stadt, die grün-weiß lebte.
„Okay, ich verzeihe dir“, sagte ich großherzig. Meine Mutter seufzte erleichtert. „Wenn
Ich blickte zu meiner Mum rüber: „Wenn wir schon in Bremen sind, versprichst du mir dann einmal mit ins Weserstadion zu kommen? Bitte!“
Meine Mutter seufzte wieder. „Ich weiß doch noch nicht mal was Anseits ist.“
„Abseits, Mami, Abseits“, grinste ich.
„Siehst du. Ich kann es einfach nicht. Fußball ist für mich, immer noch wie ein Buch mit sieben Siegeln...“
„...so wie für mich Mathe“, erwiderte ich. „Und trotzdem mache ich es.“
„Mathematik ist ja auch logisch. Fußball ist keineswegs logisch. Außerdem brauchst du Mathe später im Leben. Fußball ja wohl nicht.“
„Oh doch“, rief ich. Ich konnte mir mittlerweile gar nicht vorstellen, wie es war ohne Werder Bremen zu leben. „Außerdem ist Fußball logisch. Du musst dir ja nur einmal ein Spiel anschauen, dann verstehst du es vielleicht. Und Mathe ist so was von nicht logisch! Wieso soll ich mir ausrechnen was die Wurzel von 87 ist, wenn ich dazu auch den Taschenrechner verwenden kann?“
Mum sah mich verständnislos an: „Wie soll Fußball logisch sein? Ich meine 22 Männer laufen einem winzig kleinen runden Ding hinterher und schießen sich dabei die Füße kaputt. Und wenn sie den Ball mal nicht in das Netz rein befördern, ärgern sie sich wie tot. Und wenn sie dann auch noch am Ende verlieren, dann ist die Hölle los. Die haben doch nur Angst um ihr Geld, dass sie dadurch nicht verdienen.“
„Mum! Fußball ist viel mehr als nur Ballgeschiebe. Es ist ein Gefühl, Fußball ist Bewegung, Fußball ist Leidenschaft, ein Mannschaftssport. Und in dem Moment in dem ein Spieler ein Tor schießt, tobt das ganze Stadion. Weißt du Mum, dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Fußball macht glücklich, verstehst du? Du musst dir nur Diego anschauen wenn er...“, ich brach ab. Diego. Versonnen blickte ich durch das Fenster. Wenn er spielte war es als ob der Ball ihn lieben würde. Diego tanzte viel mehr mit dem Ball, als dass er ihn treten würde. Und wenn er jubelte, dann strahlten seine Augen solche Energie und Freude aus, dass ich immer eine Gänsehaut davon bekam. Er liebte den Fußball, und zeigte das auch seinen Fans.
„Ja?“, fragte meine Mutter.
„Ähm...ja...wenn zum Beispiel Diego mit Werder Bremen gewonnen hat. Dann sieht er so richtig glücklich aus. Oder sieh dir mal Torsten Frings an. Der gibt immer und überall 100%! Und das sicher nicht nur wegen dem Geld. Wenn du dir nur die Gesichter nach einem Sieg anschaust, dann siehst du wie sehr sie den Fußball lieben“. Ich hatte mich richtig in Fahrt geredet. Meine Mutter schmunzelte: „Okay, überredet. Wir fahren mal ins Weser-Stadion. Ist sowieso praktisch, weil wir nämlich in der Franz-Böhmert-Straße wohnen. Die ist direkt beim Weserstadion. „Was?“, brüllte ich. Ich wäre beinahe vom Sitz gefallen (In so fern das in dem vollgestopften Auto ging).
„Meine Güte“, meine Mutter sah mich kopfschüttelnd an. „Dir muss echt was an dem Verein liegen.“ Ich nickte glücklich. Ich unterhielt mich noch eine Weile mit meiner Mutter und es war doch ganz schön wieder mit ihr zu plaudern. Jetzt wäre doch mal die perfekte Gelegenheit sich mal nach meinem Vater zu erkundigen.
„Mum?“
„Hmm?“
„Wo und wer ist eigentlich mein Vater?“, fragte ich geradeheraus.
„Bitte was?“, schrie sie entsetzt auf. Vor Schreck hatte sie das Lenkrad herumgerissen und raste jetzt auf den Seitengraben zu. Einer plötzlichen Eingebung folgend packte ich das Lenkrad, lenkte wieder auf die Spur, während meine Mutter wie in Trance auf das Bremspedal drückte. Zum Glück waren wir, da es noch so früh war, fast ganz alleine auf der Autobahn und somit hatte niemand Schaden genommen. Meine Mutter war kreidebleich im Gesicht und ihre Knöchel traten weiß hervor als sie das Lenkrad fester umklammerte. „Danke“, flüsterte sie mir zu und ich nickte, immer noch geschockt. An der nächsten Raststätte machten wir Halt und tranken erst einmal einen Kaffee um uns von dem Schrecken zu erholen. Ich hatte mich schnell wieder abgeregt aber die Finger meiner Mutter zitterten immer noch als sie langsam den leeren Becher abstellte. Ich nahm mir vor eine bessere Gelegenheit zu nutzen um sie nach meinem Vater zu fragen. Jetzt würde sie wahrscheinlich einen Unfall bauen, und darauf hatte ich absolut keine Lust.
Als wir wieder im Auto saßen, war es schon Mittag und die Sonne stand hoch am Himmel und brannte erbarmungslos herunter. Meine Mutter fuhr nun vorsichtiger, da der Verkehr dichter geworden war und ich betrachtete durch das Fenster die Landschaft. Immer wieder fielen mir die Augen zu und irgendwann schlief ich ein und in meinen grün-weißen Träumen tauchten immer diese magischen Augen des kleinen Brasilianers auf...
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04.09.2007 20:11 |
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OJBBloomy
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muss ich dir voll und ganz zustimmen Fussball ist logisch!!!!^^ nee, is echt super Weiter so!!!
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04.09.2007 22:19 |
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Elizabeth Swann

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Hey! Echt cool geschrieben! Ich würde mich freuen wenn du weiterschreibst!
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05.09.2007 16:28 |
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IloveOrli

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Danke für eure Kommis...
hier is das 4. Kap...
Frauen und andere Probleme
„Tja, das sieht nicht gut aus“, meinte Götz, als er meine Hand untersuchte. „Das müssen wir röntgen. Also, ab ins Krankenhaus.“
Ich stöhnte. Der Traurigkeit von vorher war Wut gewichen. Wieso passierte so was ausgerechnet mir? Mein Handgelenk war mittlerweile dick angeschwollen und, um es nett auszudrücken, die Schmerzen waren scheußlich. Ich fluchte leise auf brasilianisch vor mich hin. Götz und Thomas warfen sich einen Blick zu. In ihren Augen las ich Sorge. Oh Mann! Ich hasste es wenn sich jemand Sorgen um mich machte. Zu dritt machten wir uns auf den Weg zum Auto von Götz. Thomas verabschiedete sich mit einem Zwinkern von Götz und einem Schulterklopfen von mir. Aufmuntern sagte er: „Das wird schon wieder“. Wie mir diese gute Laune auf die Nerven ging...Alle um mich herum schien fröhlich und guter Dinge zu sein. Nur ich nicht. Missmutig setzte ich mich neben Götz ins Auto und er fuhr los. Mein Handgelenk hatte ich in meine Trainingsjacke gewickelt um es ein bisschen zu schützen. Trotzdem durchzuckte mich jedes Mal, wenn wir über eine Unebenheit der Straße fuhren, ein heftiger Schmerz. Götz sah mich schon wieder so besorgt an. Er fing an zu reden: „Ähm, Diego. Ich weiß dass du im Moment genug Probleme hast, wegen Bruna und so...“ Ich schluckte: „Aber?“, fragte ich mit brüchiger Stimme.
„Aber“, Götz machte eine bedeutungsvolle Pause. „Aber könntest du mir helfen? Ich mein so rein frauentechnisch. Ich hätte da so ein Problem.“
Unwillkürlich musste ich grinsen. Götz und eine Frau? In seinem Alter? Ich fragte ihn: „Und wie soll ich dir helfen?“
„Naja...du könntest mir ja ein paar Tipps geben.“
„Was für Tipps?“, ich grinste immer noch.
„Ach du weißt schon“, er druckste verlegen herum. „Auf was die so stehen und so.“
„Wer ist sie denn?“
„Die wunderschönste Frau der Welt.“, antwortete er wenig aufschlussreich.
„Wie heißt sie?“
„Isolde.“
Ich verkniff mir ein weiteres Grinsen und fragte so ernsthaft wie möglich: „Wann triffst du sie denn das nächste Mal?“
„Morgen, zum Kaffeetrinken.“
„Bring ihr doch einfach Blumen mit. Rosa Rosen. Die hat Bruna auch...äh...ich meine auf so was stehen die Frauen.“
Götz sah mich dankbar an. „Danke Diego.“
„Kein Problem“, winkte ich ab.
Dann hielten wir vor dem Krankenhaus.
*
Genervt wippte ich mit den Füßen. Seit zwei Stunden saßen wir nun schon hier und warteten. Die Zeitschriften, die dort auf dem kleinen Tischchen lagen, hatte ich schon zehnmal durchgelesen. Außer Götz und mir war niemand im Warteraum. Ich blickte mich um. (Wahrscheinlich zum 1000. Mal in diesen zwei Stunden). Alles was mir zu diesem Raum einfiel war: Langweilig! Konnten die ihre Wartezimmer nicht etwas interessanter gestalten? Ja okay, auf der Wand gegenüber hing ein Poster von Werder Bremen. Die Mannschaftsaufstellung. Meine Güte, sah ich da wieder dämlich aus. Ich ließ meinen Blick weiter schweifen. Auf einmal ging die Tür auf und ein kleiner Junge, der sich seinen Arm hielt, kam gefolgt von seiner Mutter hinein. Er trug ein Werder Bremen Fantrikot. Oje. Ich schätzte jetzt musste ich wieder Autogramme schreiben. Ich setzte mein freundlichstes Lächeln auf und der Junge starrte mich ungläubig an. „Diego?“, rief er überrascht. Ich nickte, immer noch so bescheuert grinsend. „Was machen Sie denn hier?“
„Tja, wie du siehst, ich warte hier dass ich geröntgt werden kann. Ich habe mir meine Hand verletzt.“, antwortete ich.
„Ich auch“, sagte der Junge aufgeregt. Er ließ sich neben mir nieder.
„Können Sie mir ein Autogramm geben?“, bettelte er.
„Selbstverständlich“, sagte ich freundlich. „Du kannst mich übrigens duzen“, sagte ich noch eine Spur freundlicher. Ich nahm den Edding, den mir der Kleine entgegenstreckte und begann sorgfältig meinen Namen ihm auf das Trikot zu schreiben.
„Vielen Dank“, der Junge strahlte mich an. „Und, denkst du Werder wird Meister?“, fragte er mich.
„Schaun mer mal“, lachte ich. „Ich denke dass wir relativ gute Chancen haben. Wir dürfen halt die anderen Klubs nicht unterschätzen.“
„Aber die Bayern sind doch richtig blöde. Die kaufen alle guten Spieler ein, weil sie Angst haben dass die gegen die spielen müssen.“, sagte er erbost.
Ich musste wieder lachen. „Da sag ich jetzt nix dazu denn im Fußball gehört auch immer Respekt vor den Gegnern dazu.“
„Ja schon“, murrte der Kleine. „Aber der Hoeneß, der hat doch auch keinen Respekt vor anderen Vereinen, stimmt’ s?“
Ich seufzte. Bevor ich mich auf eine längere Debatte einlassen musste, wurde ich aufgerufen. Endlich. Ich winkte dem Jungen noch einmal zu und verschwand dann hinter der milchigen Glastür.
„Naja..das sieht nicht gut aus“, sagte der Röntgentyp und kratzte sich am Hinterkopf. Oh nein, diese Worte hatte ich heute schon einmal gehört. „Ihr Handgelenk ist angebrochen“, fuhr der Arzt fort. „Und das heißt?“, fragte ich wenig freundlich. „Mindestens 3 Wochen Trainingspause. Danach kommen Sie noch einmal hierher.“ Ich seufzte zum x-ten Mal an diesem Tag.
Auf der Heimfahrt war ich still. An meiner Haustür setzte mich Götz ab. „Kopf hoch, Diego. Wird schon wieder.“, sagte er und fuhr davon. Naja, viel schlimmer kann der Tag ja nicht werden, dachte ich. Dachte ich. Dmals hatte ich ja noch keine Ahnung was noch alles auf mich zukommen würde....
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von IloveOrli: 06.09.2007 20:31.
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06.09.2007 20:23 |
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IloveOrli

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